Willkommen bei Whiskydream.de!

 

Hier findet Ihr Bewertungen von Whiskys verschiedenster Destillerien und unabhängiger Abfüller.

Unter Kurzbewertungen findet Ihr alle von WHISKYDREAM durchgeführten Tastings mit Bewertungen (0-100 Punkte), fast immer mit Bild des Whiskys.

Bei Tastings A-Z gibt es ausführliche Beschreibungen der verkosteten Whiskys in alphabetischer Reihenfolge.

Der Punkt Bewertungsbogen zeigt Euch unser Grundgerüst für die Durchführung von Whiskybewertungen.

Bei Fotoreports erhaltet ihr Einblicke in Besuche auf Whiskymessen und bei Brennereien.

Die Suchfunktion (die Lupe links) führt Euch sicher schnell zum Ziel.

 

Viel Spaß jetzt auf unserer Seite wünschen Euch die Nasen und Gaumen von WHISKYDREAM (Lui, Paul und Svenson).

 

 

News

 

02/18 Tastingnote Springbank 1992-2017 von MOS online

02/18 Tastingnote Port Ellen 1983-2016 von MOS online

02/18 Top-20 aktualisiert

01/18 Kurzbewertungen aktualisiert

01/18 Tastingnote An Iconic Speyside 2008 von Duncan Taylor online

01/18 Tastingnote Best Dram Double Cask online

12/17 Fotoreport / Reisebericht Schottland / Islay 2017 (3)  Tag 8 online (Ardbeg)

12/17 Fotoreport / Reisebericht Schottland / Islay 2017 (2)  Tag 7+8 online (Portnahaven/Bowmore)

12/17 Tastingnote Ledaig 2004 Cask Strength von GM online

12/17 Tasting 2x Very Cloudy (Ardmore und Bunnahabhain)

11/17 Besuch des Whisky Store Rapperswil/CH

10/17 Tastingnote Old Perth Cask Strength No.1 online

10/17 Fotoreport / Reisebericht  Schottland / Islay 2017 (2)  Tag 6 online (Bruichladdich)

10/17 Tastingnote Bowmore 2002 (Sylter Trading) online

10/17 Tastingnote Port Askaig 15 years Oloroso Sherry Cask online

09/17 Fotoreport / Reisebericht Schottland / Islay  2017 Tag 5 online (Caol Ila)

08/17 Fotoreport / Reisebericht Schottland / Islay 2017 Tag 1-4 online (Edinburgh/Edradour/Bunnahabhain)

Wir twittern seit März 2017. #Whiskydream

 

Wir sind zurück aus Schottland. Im Gepäck jede Menge tolle Eindrücke, Begegnungen und Fotos. Siehe Fotoreport! Und ein paar Flaschen feinen Scotch...

 

Tastingnews

 

 

Springbank 1992-2017 Cask 17028 (MOS)

(Region: Campbeltown  / Malts of Scotland / 47,1 Vol/%)

Wie üblich bei MOS ist auch diese Abfüllung streng limitiert (144 Flaschen) , nicht kühlgefiltert und ohne Farbstoffe abgefüllt. Der Springer durfte 24 Jahre in einem Bourbon Hogshead reifen. Trotz der langen Lagerzeit riecht er relativ jung, fast etwas unreif. Neben Aromen von Getreide, Maische und Rauch sind Süße vom Bourbonfass sowie Kekse, aber auch etwas Lösungsmittel wahrnehmbar. Zwischendrin ganz kurz etwas Aprikose. Ein scharfer Geruch überlagert die beschriebenen Aromen.(83)                    
Geschmacklich gefällt er wesentlich besser. Rauchige Gerste in Verbindung mit einer fast sherryartigen Süße machen den Whisky rund, weich und vollmundig. Hinzu kommt eine schöne Fruchtigkeit, etwas Gummibärchen. (87)
Der im wahrsten Sinne des Wortes "fließende" Abgang ist ist würzig (getreidig), trocken, (sherry-) süß und mittellang. (87)
Gesamtbewertung: 86 Punkte
Fazit: Nach verhältnismäßig schwachem (nicht ganz stimmigem) Geruch doch noch ein überdurchschnittlicher Single Malt.
(Svenson)

 

Port Ellen 1983-2016 (MOS)

(Region: Islay  / Malts of Scotland / 57,1 Vol/%)

Der erste hier bewertete Port Ellen ist der vierte, den ich bisher probiert habe. Um es vorweg zu nehmen, es ist nicht der beste, nicht der älteste und nicht der vielfältigste Port Ellen, aber es ist ein außergewöhnlicher und sehr guter Whisky. Aber lest selbst...

In der Nase sofort der Geruch nach Getreide und Maische mit gut eingebundenem Rauch. Es riecht, als ob man in einem Getreidespeicher oder auch auf einem Heuboden steht und tief einatmet. Dieser Geruch bleibt und verändert sich nicht. Es riecht ganz klar nach Whisky aus vergangenen Zeiten. Das Bourbonfass läßt eine leichte Süße über allem mitschwingen. (89)                    
Im Mund setzen sich die Aromen fort. Heu (und Gras) vermischt mit einer ordentlichen Portion Rauch! Hinzu kommen Tabaknoten. Der Geschmack bleibt lange und vollmundig-sättigend spürbar und führt beim Genießer zu einem rundum zufriedenen Gefühl. (90)
Im Abgang klingt der Whisky langsam und wohlig aus. (89)
Gesamtbewertung: 89 Punkte
Fazit: Selten habe ich einen so gradlinigen, unaufgeregten (beschreibt es eher als "rund") Single Malt getrunken. Wenn da nur nicht der Preis wäre (ca. 1000€)...
(Svenson)

 

 

 

 

 

The Octave - An Iconic Speyside 2008-2017

(Region: Speyside  / Duncan Taylor / 53,1 Vol/%)

Die Abfüllung ist auf 80 Flaschen limitiert. Nach der Reifung in Ex Bourbon Fässern und einem 3-monatigem Finish in einem Sherry Octave Fass wurde der bernsteinfarbene Whisky 2017 abgefüllt. Im ersten Moment wirkt er spritzig, frisch und klar. Dann steigt der Duft von frischem Obst (Birne, grüne Äpfel) in die Nase. Auch macht sich eine Intensität bemerkbar, welche voraussichtlich vom Alkohol stammt. Sein Aroma ist angenehm, weckt müde Lebensgeister und seine Wildheit macht neugierig auf mehr. (86)                    
Ohne Wasser ist er im ersten Moment unheimlich scharf (Pfeffer, Chili?). Diese Schärfe überlagert zuerst alle anderen Eindrücke. Nach einem Moment erscheint der Geschmack von süßen Früchten, welche an frische Äpfel und Birnen erinnern. Auch macht sich der Einfluss des kleineren Sherryfasses bemerkbar und zwar mit süßen Rosinen und einem Hauch von zartbitterer Schokolade. Nach Zugabe von ein paar Tropfen Wasser wird dieser Geschmack noch intensiviert, gleichzeitig tritt das Fruchtaroma in den Hintergrund. (88)
Der Abgang ist einfach gut, die Frische und Würze des jungen Wilden ist noch lange im Magen und in der Speiseröhre zu spüren. Es ist ein sehr angenehmes Gefühl und äußerst motivierend. (88)
Gesamtbewertung: 87 Punkte
Fazit: Dieser Whisky ist wirklich sehr gelungen und sein Geld absolut wert. Der Iconic Speyside macht aufgrund seiner Intensität Lust auf weitere kulinarische Genüsse. Leider gibt es nur eine geringe Anzahl an Flaschen, welche wahrscheinlich sehr schnell verkauft sind.
(Paul)

 

Best Dram - Double Cask Aberlour/Williamson 2009-2017

(Region: Blend  / Best Dram / 59,2 Vol/%)

Best Dram aus Dülmen bringt hier eine wirklich interessante Abfüllung auf den Markt, die wir Euch nicht vorenthalten wollen. Es ist ein Blended Malt Whisky der Destillerien Aberlour (ok...) und Williamson (wer bitte???). Hinter Williamson verbirgt sich die Schottin "Bessie" Leitch Williamson, die Mitte des 20. Jahrhunderts als erste Frau die volle Verantwortung für eine Whiskybrennerei in Schottland hatte. Sie managte viele Jahre die Geschicke der Islay-Destillerie Laphroaig und entwickelte unter anderem den bis heute gültigen Destillationsablauf. Zurück zum Blend: der Laphroaig-Anteil stammt aus einem 2009 gefüllten Bourbon Hogshead, der Aberlour aus einem 2009er Sherry Hogshead. Beide Anteile sind nicht kühlgefiltert und ungefärbt und wurden zusammen in einem Sherry Quarter Cask "gefinisht" und 2017 in Fassstärke abgefüllt.                   
Farblich geht der Blend als bernsteinfarben durch, in der Nase dominiert anfangs Rauch (ausglühende Holzkohle, fast als würde man an einer abgebrannten, verkohlten Holzhütte vorbei laufen) und Süße (eindeutig Sherry). Nach kurzer Zeit zeigen sich Aromen von Früchtebrot, vor allem Feige und Datteln in Verbindung mit Tabak und Torf. Zwischendurch blitzt dunkle Schokolade auf. Mit etwas Wasser wird der Geruch leicht stechend-alkoholisch, wir riechen Jod und Torf sowie (an-) getrocknetes Gras und Kräuter. Die Sherrysüße ist nicht mehr präsent. (89)
Im Mund ist der Blend erstmal sehr scharf. Eine Mischung aus Chili, Alkohol und Jod breitet sich aus, verbunden mit einer Cremigkeit, viel Torf und ein paar Kräutern. Dann entwickelt sich eine Trockenheit, die wohl vom Holzfass kommt. Mit Wasser ist der Best Dram erst feurig-scharf, dann schokoladig-cremig mit medizinischen Aromen (bis hin zu Desinfektionsmittel). Weiterhin trockene Eiche und Kräuter. Die Aromen wechseln mehrfach, was den Whisky abwechslungsreich und spannend macht. (87)
Der lange holzig-trockene und salzig-maritime Abgang rundet den Whisky passend ab. Das Salz bleibt noch lange im Mund... (88)
Gesamtbewertung: 88 Punkte
Fazit: Ein schöner, wirklich gut gemachter Blend, der nicht langweilig wird und ordentlich Bums hat...
(Svenson, Paul)

 

Ledaig Cask Strength 2004-2017

(Region: Isle of Mull  / Gordon & MacPhail / 56,6 Vol/%)

Der getorfte Tobermory ist eine Vermählung der beiden First Fill Sherry Fässer Nr. 16600504 und 16600505. Vollgolden im Glas und direkt typisch Ledaig-rauchig (Schinken) in der Nase, ohne zu dominant zu wirken. Dies wird vom Duft nach Zitrusfrüchten begleitet. Ein paar Tropfen Wasser lassen den fassstarken Whisky regelrecht aufblühen! Der Geruch nach eingelegten dunklen Früchten erinnert an einen Rumtopf. Leichte Waldfrüchte, vor allem Brombeeren, kommen hinzu. Der Geruch nach Zitrusfrüchten ist jetzt nicht mehr präsent. Im Hintergrund begleitet der Rauch die ganze Zeit die schönen, dunklen Aromen. (87)                    
Geschmacklich bleibt der Whisky im positiven Sinne auf der dunklen Seite. Dunkle Früchte, Kakao, Schokolade, Rauch und sehr rund. Stellt euch ein Schokomuß mit hohem Kakaoanteil und reifen Brombeeren vor, garniert mit einem Schuss Zitrus und harmonisch umgeben von Rauch. (89)
Der Abgang ist lang anhaltend und wärmend. Man merkt die Fassstärke, aber er bleibt auch schokoladig-cremig und rauchig-holzig-trocken. (88,5)
Gesamtbewertung: 88 Punkte
Fazit: Eine sehr gelungene Sherry-Rauch-Kombination, nicht nur für kalte Wintertage.
(Paul, Svenson)

 

Bunnahabhain Very Cloudy Moine 2011-2017

(Region: Islay / Signatory / 40 Vol/%)

"Very Cloudy" - was ist das denn? Hier die Lösung: Wird ein Whisky mit einer Alkoholstärke von unter 46% vol. abgefüllt, trüben Öle und Fette den Whisky ein. Weiterhin darf der Whisky nicht kühlgefiltert werden. Deshalb der Name "Very Cloudy". Die enthaltenen "Teilchen" sind Geschmacksträger und sollen solchen Whiskys mehr Aromen bzw. stärkere Aromen entlocken. Signatory füllt unter dem Label "Signatory Vintage" eine Reihe mit "Very Cloudy" - Whiskys verschiedener Brennereien ab.

Farblich (ähnlich den anderen Whiskys aus der "Very Cloudy"-Reihe) scheint man einen ungefilterten Weißwein im Glas zu haben. Für einen Bunnahabhain riecht man doch recht deutlichen Torfrauch hinterlegt von einer leichten alkoholischen Schärfe. Salzig-maritim ist er! Hinzu kommen helle Früchte. Marille und Honigmelone mit Parmaschinken. Nach kurzer Zeit kommen klare, frische Aromen, vor allem Grapefruit hervor. Nicht schlecht!! (87)                    
Im Mund erinnert er anfangs an Räucherkammer, aber auch ein wenig muffig (so in Richtung Kartoffelkeller). Auf jeden Fall sehr erdige Aromen! Leichte Bitterkeit mit Leder kommt nun in den Vordergrund, wie eine nasse Lederjacke, mit der man durch die Räucherkammer gelaufen ist. Es blitzt aber auch etwas Frucht auf. Aprikose! (85,5)
Im mittellangen Abgang kommt der Bunna wärmend, holzig-trocken und ordentlich rauchig, aber insgesamt weniger spektakulär als in Nase und Mund rüber. (82)
Gesamtbewertung: 85 Punkte
Fazit: Ein außergewöhnlicher Whisky für kleines Geld.
(Svenson)

 

Ardmore Very Cloudy 2008-2017

(Region: Östliche Highlands / Signatory / 40 Vol/%)

"Very Cloudy" - was ist das denn? Hier die Lösung: Wird ein Whisky mit einer Alkoholstärke von unter 46% vol. abgefüllt, trüben Öle und Fette den Whisky ein. Weiterhin darf der Whisky nicht kühlgefiltert werden. Deshalb der Name "Very Cloudy". Die enthaltenen "Teilchen" sind Geschmacksträger und sollen solchen Whiskys mehr Aromen bzw. stärkere Aromen entlocken. Signatory füllt unter dem Label "Signatory Vintage" eine Reihe mit "Very Cloudy" - Whiskys verschiedener Brennereien ab.

Erwartungsgemäß präsentiert sich der Ardmore im Glas. Sehr hell ähnelt der im Bourbonfass gereifte Whisky einem trüben, ungefilterten Weißwein. Sofort ist torfiger Rauch in der Nase. Dahinter eine schöne Fruchtigkeit, ähnlich Williams-Birne mit Golden Delicious-Apfel, getragen von Eichenholz. Durch das Holz sind leichte Vanillearomen spürbar. Der Rauch begleitet die Aromen dauerhaft. Nach einiger Zeit riecht man etwas Heu, fast getrocknete Kräuter. Ein schöner Beginn! (85)                    
Also, auf ans Probieren! Zuerst ein leichtes Bizzeln auf der Zunge. Im Mund ist er ziemlich trocken (Eiche), was schnell leicht schokoladig wird. Begleitet wird dies von recht kurz anhaltendem Rauch. Und leider ist dann auch schon Ende. Dies ist wohl auch ein Nachteil des niedrigen Alkoholgehalts. Die Fruchtigkeit, welche beim Riechen begeistert hat, fehlt leider beim Trinken. (78)
Der Abgang ist rauchig-trocken, nicht zu stark, mittellang und angenehm. (80)
Gesamtbewertung: 81 Punkte
Fazit: Tolle Nase, die sich im Geschmack leider nicht nahtlos fortsetzt. Aber insgesamt ein interessanter Whisky aus einer beachtenswerten Reihe.
(Svenson)

 

Old Perth Cask Strength No.1 Limited Edition Batch 1

(Region: Blend / Morrison & MacKay / 59,7 Vol/%)

Bei diesem unter dem Label "Old Perth" in Fassstärke abgefüllten Whisky handelt es sich um einen Blend aus 7 bis 13 Jahre alten Malts der Destillerien Auchroisk, Tobermory und Craigellachie. Der hellgoldene Blended Malt riecht erst leicht stechend alkoholisch. Dann geht der Geruch über in floral-süße Noten (Kräuter, Heu, etwas Honig), hinterlegt von Eichenholz. (75)
Im Mund explodiert pfeffrige Schärfe, auf der Zunge hinterlässt der Old Perth ein deutliches Brennen (Chili). Mit Nachlassen des Brennens entwickelt sich eine dominierende Trockenheit (Eiche). Auszumachen sind leicht florale Noten sowie ebenfalls leicht zu spürend Tabakaroma und ansatzweise Birne. Die Zugabe einiger Tropfen Wasser brachte keine signifikante Veränderung. (73)
Der mittellange Abgang ist scharf und trocken. (71)
Gesamtbewertung: 73 Punkte
Fazit: Ein Blend ohne besondere Eindrücke. Nicht immer ist eine Abfüllung in Fasstärke vorteilhaft.
(Svenson)

 

Bowmore 2002 (MOS-Abfüllung für Sylter Trading)

(Region: Islay / Malts of Scotland / 56,8 Vol/%)

Der Bowmore ist von MOS fassstark, ungefiltert und ungefärbt für Sylter Trading abgefüllt. Das spannende "Projekt" Sylter Trading überbrückt damit auch die Wartezeit auf ihre ersten selbst hergestellten Whiskys.

In die Nase strömen nicht allzu heftige Rauchnoten, klare Zitrusaromen und eine maritime Salzigkeit. Im Hintergrund grasig-blumig (wie eine angetrocknete Wildblumenwiese), später mehr Richtung Heu/trockene Eiche. Bei tiefem Einatmen treten Malzaromen und ein Anflug von exotischen Früchten (Papaya?) hinzu. (83)
Im Mund ist zuerst eine Schärfe auf der Zunge präsent, gepaart mit Eukalyptus (deutlich!) und Mango. Nach kurzer Zeit wird der Whisky süßer und die Schärfe lässt nach. Mit etwas Wasser kommt der Whisky weniger scharf und der Eukalyptusgeschmack bleibt wesentlich länger im Mund. (82)
Der lange Abgang ist menthollastig, süß und ölig. (86)
Gesamtbewertung: 83 Punkte
Fazit: Ein außergewöhnlicher Whisky, der durchaus einen Versuch wert ist.
(Paul, Svenson, Lui)

 

 

Port Askaig 15 years (Oloroso Sherry Cask)

(Region: Islay / OA / 45,8 Vol/%)

Der farblich in vollem Gold strahlende Port Askaig reifte komplett mindestens 15 Jahre in First Fill Oloroso Sherry Fässern (es wurden Fässer aus 1997 und 2001 vermählt). Der Port Askaig ist nicht kühlgefiltert und ungefärbt. Wir riechen deutliche Sherrysüße, vermischt mit Toffee/Karamell und leichtem Torfrauch. Hinzu kommt gut eingebundenes Eichenholz. Alles zusammen erinnert an cremige Schokolade. (87)
Geschmacklich direkt cremige, weiße Schokolade, dann deutlich trockene Eiche. Das Holzaroma tritt schnell wieder in den Hintergrund und der Whisky wird wieder schokoladig (jetzt eher Milchschokolade). Zwischendurch blitzt der Geschmack nach Gummibärchen auf. Insgesamt ein vollmundiger, runder Whisky zum Entspannen... (88)
Der Abgang ist mittellang bis lang und entwickelt sich von vordergründiger Süße zu holziger Trockenheit. (84)
Gesamtbewertung: 87 Punkte
Fazit: Runder, vollmundiger Whisky, der zu vielen Gelegenheiten passt und seinen nicht ganz günstigen Preis wert ist.
(Lui, Paul, Svenson)

 

 

Octomore 07.2 (Bruichladdich)

(Region: Islay / OA / 58,5 Vol/%)

Erst riechen wir Rauch, Lack und Lösungsmittel. Lack und Lösungsmittel verfliegen nach 2-3 Minuten und es kommen Zitrusfrüchte (Orangen) hervor. Dazu Aromen von eingekochten Früchten (Aprikosen), Maische, Walderdbeeren. Ebenfalls kann der Whisky seine Lagerung bzw. sein Finish im Syrah-Weinfass nicht verbergen. (90)
Geschmacklich sind geräuchterte Erdbeergummibärchen im Vordergrund (das Weinfass läßt wieder grüßen!). Etwas später wird es bizzelnd-trocken (Eiche!) im Mund. (93)
Der lange Abgang fügt sich nahtlos dem Geschmacksempfinden an. (93)
Gesamtbewertung: 92 Punkte
Wiederkaufwahrscheinlichkeit: 80%, der Octomore für Liebhaber rauchiger, weinfassgelagerter Whiskys.
(Lui, Svenson)

 

 

Octomore 07.1 (Bruichladdich)

(Region: Islay / OA / 59,5 Vol/%)

In die Nase strömen neben dem Octomore-typischen Rauchschwall Aromen von Zitrone und getrockneten Früchten (Rosinen, Feige,...). Leicht schwefelig und stechend alkoholisch. Letzteres führt dazu, dass die Aromen sehr klar herauskommen. Wieder ein Kracher...  (90)
Im Mund sind deutlich Gummibärchen und Vanille präsent, anfangs kurz etwas Säuerliches. Alles ist umhüllt von Holzkohlenrauch. (94)
Der Abgang ist lang anhaltend und wärmend. Für einen Octomore bzw. jungen Whisky relativ rund und nicht so "brutal" wie beim 07.3 und 06.2. (94)
Gesamtbewertung: 93 Punkte
Wiederkaufwahrscheinlichkeit: 80%, Kaufempfehlung für alle, denen der 07.3 zu feurig ist.
(Svenson, Lui)

 

 

Ardbeg Ardbog

(Region: Islay / OA / 52,1 Vol/%)

Der dunkelgold im Glas leuchtende Whisky riecht (ardbegtypisch) nach Lagerfeuerrauch. Hinzu kommen Zitrusaromen, Süße (Karamell), etwas Salz und viel Frucht (Südfrüchte, Feige). Insgesamt sehr rund und harmonisch. (87)
Geschmacklich startet er chilischarf, rauchig und sehr trocken auf der Zunge. Dann salzig-maritim und dunkle Schokolade. Alles zusammen am ehesten mit einer salzigen Chilischokolade zu beschreiben. Die Schärfe wandelt sich mit der Zeit in eine Cremigkeit. Sehr rund und voluminös. (89)
Der Abgang ist lang und rauchig, trocken-wärmend. Aromen von Kakao mit Chili sowie leicht wahrnehmbare Zitrusfrüchte machen diesen Tropfen zu einem gelungenen Whisky. (87)
Gesamtbewertung: 88 Punkte
Wiederkaufwahrscheinlichkeit: nicht mehr erhältlich bzw. zu übertrieben hohen Preisen
(Svenson, Paul)

 

 

Ardbeg Ten

(Region: Islay / OA / 46,0 Vol/%)

Farblich erinnert der Ardbeg Ten mit einem sehr hellen Gold an Weißwein. Er riecht, als ob man am brennenden Lagerfeuer sitzt. Hinzu kommt eine vanillige Süße und im Hintergrund leichte Zitrusaromen. (86)
Im Mund dominiert wieder glühende Holzkohle und Lagerfeuerrauch. Nach kurzer Zeit beruhigt sich der Gaumen und es ist eher eine sanfte Glut zu spüren. Dann kommt trockene Eiche hinzu, die lange im Mund bleibt. (88)
Das Finish ist salzig-rauchig, wieder Holzkohle und lang wärmend. (87)
Gesamtbewertung: 87 Punkte
Wiederkaufwahrscheinlichkeit: 100%, dieser Whisky bietet die ardbegtypischen Grundaromen und passt zu vielen Gelegenheiten
(Paul, Svenson)

 

 

Ardbeg Uigeadail

(Region: Islay / OA / 54,2 Vol/%)

Der bernsteinfarbene Whisky füllt die Nase mit süßlichem Rauch. Man merkt ihm die Sherryfasslagerung direkt an. Aromen von Eichenholz und leicht Tabak, im Hintergrund etwas süßes Fruchtkompott, machen Lust auf den Geschmackstest. (90)
Dabei dominiert im Mund sofort scharf-glühendes Lagerfeuer. Beim zweiten Schluck kommen salzig-maritime Noten hinzu. Ein Whisky, der voller Selbstbewusstsein auftritt... (90)
Der ewig lange Abgang, welcher nahtlos an die Aromen vom Geruch und Geschmack anknüpft (besonders Lagerfeuer und trockene Eiche), begeistert. (90)
Gesamtbewertung: 90 Punkte
Wiederkaufwahrscheinlichkeit: 100%, dieser Whisky zeigt die volle Kraft eines guten Ardbegs
(Svenson, Paul)